So erstellen Sie einen NoMachine Virtual Display

Diese Anleitung erläutert die Logik des virtuellen Desktops von NoMachine nach Betriebssystem, bietet Einrichtungsschritte für Linux und eine softwarebasierte, hardwarefreie virtuelle Bildschirmalternative für Windows- und Mac-Benutzer.

Von Tyler    Veröffentlicht am 17.03.2026

Fernzugriffstechnologie hat sich von einer einfachen Annehmlichkeit zu einer kritischen Infrastrukturkomponente entwickelt. Unter den erstklassigen Lösungen sticht NoMachine durch sein Low-Latency-Protokoll und die robuste Handhabung grafischer Umgebungen hervor. Für viele Benutzer bleibt das Konzept eines NoMachine-Virtual-Displays jedoch ein Punkt der Verwirrung, vor allem weil die Software verschiedene Betriebssysteme mit völlig unterschiedlicher Logik behandelt.

In dieser Anleitung erläutern wir, wie NoMachine virtuelle Sitzungen handhabt, wie häufige Probleme mit Headless-Servern behoben werden können, und stellen eine hardwarefreie Alternative für diejenigen vor, die einen erweiterten Arbeitsbereich benötigen.

NoMachine Virtual Display: Linux vs. Windows & Mac

NoMachine behandelt "virtuelle Displays" je nach Ihrem Betriebssystem und Ihrer Lizenz unterschiedlich. Für Benutzer, die auf einem Headless-Rechner oder in einer separaten Sitzung von der aktuell auf dem Monitor angezeigten eine NoMachine-Virtual-Display-Sitzung erstellen müssen, funktioniert die Logik wie folgt:

1. Die Linux-Ausnahme (Virtuelle Desktops)

Linux ist die einzige Plattform, auf der NoMachine echte virtuelle Desktops bereitstellt. Das bedeutet, ein Benutzer kann sich verbinden und eine völlig neue Desktop-Umgebung (wie GNOME oder XFCE) starten, die nur im Arbeitsspeicher des Systems existiert und völlig unabhängig vom physischen Monitor ist.

  • Kostenlose Edition: Für NoMachine-Virtual-Desktop-Linux-Benutzer im kostenlosen Tarif versucht die Software, einen laufenden X-Server zu finden. Wenn sie keinen findet (was bei Headless-Servern häufig der Fall ist), startet sie ihren eigenen eingebetteten X-Server, um einen einzelnen virtuellen Display zu erstellen.
  • Enterprise/Terminal Server: Diese Editionen ermöglichen es mehreren Benutzern, gleichzeitig unabhängige virtuelle Sitzungen auf demselben Server zu erstellen.

2. Windows & macOS (Nur physisch)

Unter Windows und macOS unterstützt NoMachine nicht die Erstellung echter virtueller Desktops. Sie verbinden sich immer mit dem "Physischen Display" (dem tatsächlichen Desktop, den Sie sehen würden, wenn ein Monitor angeschlossen wäre).

  • Das "Headless"-Problem: Wenn an einem Windows/Mac-Host kein Monitor angeschlossen ist, schaltet sich die GPU möglicherweise ab, was zu einem schwarzen Bildschirm oder einer niedrigen Auflösung (z. B. $800 \times 600$) führt.
  • Die Lösung: Verwenden Sie einen HDMI/DisplayPort-Dummy-Stecker (einen "Ghost Plug"). Dies trickst das Betriebssystem aus, sodass es denkt, ein 4K-Monitor sei angeschlossen, und ermöglicht Ihnen, den "virtuellen" Raum dieses gefälschten Monitors in hohen Auflösungen zu nutzen.

Wie man virtuelle Desktops unter Linux erstellt

Um einen NoMachine-Virtual-Display unter Linux zu nutzen, benötigen Sie in der Regel ein NoMachine-Serverprodukt wie die Workstation oder den Terminal Server (oder deren Evaluierungsversionen). Folgen Sie diesen Schritten, um eine Sitzung zu starten:

Schritt 1: Überprüfung der Voraussetzungen

  • Stellen Sie sicher, dass NoMachine Workstation oder Terminal Server auf dem Linux-Host installiert ist.
  • Stellen Sie sicher, dass eine Desktop-Umgebung (GNOME, XFCE, MATE, etc.) installiert ist.

Schritt 2: Verbindung und Authentifizierung

  • Starten Sie den NoMachine-Client auf Ihrem lokalen Gerät.
  • Fügen Sie die IP-Adresse des Linux-Hosts hinzu und klicken Sie auf Verbinden.

  • Geben Sie Ihre Linux-Systemanmeldedaten ein.

Schritt 3: Erstellen der neuen Sitzung

  • Nach erfolgreicher Authentifizierung gelangen Sie zum Bildschirm "Letzte Sitzungen" oder "Alle Desktops".
  • Klicken Sie auf den Link mit der Bezeichnung "Einen neuen Desktop oder eine benutzerdefinierte Sitzung erstellen."

  • Wenn mehrere Desktop-Umgebungen installiert sind, listet NoMachine diese auf. Wählen Sie Ihre bevorzugte aus (z. B. Ubuntu Default oder XFCE).
  • Der Server initialisiert nun eine neue X-Sitzung. Sie arbeiten jetzt auf einem echten virtuellen Display, das nicht auf dem entfernten Monitor existiert.

Schritt 4: Manueller Auslöser für Headless-Systeme

Wenn Sie auf einem headless Linux-System einen schwarzen Bildschirm erhalten, könnte der lokale Display-Manager stören. Sie können den NoMachine-Virtual-Dienst erzwingen, indem Sie Folgendes ausführen:

  • sudo systemctl stop display-manager
  • sudo /usr/NX/bin/nxserver --restart

Eine moderne Alternative: Erstellen virtueller Bildschirme mit AnyViewer

Während NoMachine in der Linux-Welt eine starke Position einnimmt, stellt seine Abhängigkeit von physischen Displays für Windows und macOS eine Hürde dar. Traditionell mussten Benutzer "HDMI-Dummy-Plugs" kaufen, um ihre Computer dazu zu bringen, hohe Auflösungen zu aktivieren.

AnyViewer bietet eine moderne, softwarebasierte Remote-Desktop-Lösung, die gezielt diese Schwachstelle adressiert, und ist damit die überlegene Wahl für Windows- und Mac-Nutzer, die mehr Bildschirmfläche benötigen.

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Warum AnyViewer die überlegene Wahl für virtuelle Erweiterung ist

  • Keine Hardware erforderlich (Win/Mac): Im Gegensatz zu einigen Tools, die physische "Ghost Plugs" benötigen, kann AnyViewer bis zu drei virtuelle Bildschirme per Software erstellen. So können Sie ein Multi-Monitor-Setup auf einem headless Rechner ohne zusätzliche Hardware nutzen.
  • Einfacher Multi-Monitor-Workflow: AnyViewer ermöglicht es, verschiedene Apps auf separaten virtuellen Bildschirmen auszuführen und einfach zwischen ihnen zu wechseln, genau wie bei der Verwendung echter mehrerer Monitore.
  • Flüssige Hochauflösungsleistung: Es ist für hohe Bildraten optimiert, sodass selbst bei mehreren virtuellen Bildschirmen die Latenz gering und die Erfahrung flüssig bleibt.
  • Flexibles Fenstermanagement: Sie können entfernte Bildschirme in separaten Fenstern öffnen und sie frei verschieben oder anordnen, um besser zu multitasken.
  • Stabiler Headless-Zugriff: Da der Grafiktreiber auf Softwareebene arbeitet, vermeidet AnyViewer häufige Headless-Probleme wie schwarze Bildschirme oder niedrige Auflösung.

So erstellen Sie einen virtuellen Bildschirm in AnyViewer

Schritt 1. Öffnen Sie die Software und starten Sie eine Fernsteuerungssitzung zu Ihrem Ziel-PC.

Schritt 2. Suchen Sie in dem Fenster der Fernsitzung nach der Symbolleiste oben.

Schritt 3. Klicken Sie auf den Tab Bildschirm.

Schritt 4. Wählen Sie Virtueller Bildschirm aus dem Dropdown-Menü und wählen Sie aus, wie viele Monitore Sie möchten (bis zu 3).

Schritt 5. Ihre virtuellen Bildschirme sind nun aktiv. Sie können Fenster über die "unsichtbaren" Ränder auf die neuen virtuellen Anzeigen ziehen.

Fazit

Die Wahl des richtigen NoMachine-Virtual-Display-Setups hängt vollständig von Ihrer Umgebung ab. Wenn Sie ein Linux-Power-User sind, bietet NoMachine unübertroffene native Virtual-Desktop-Fähigkeiten. Wenn Sie jedoch unter Windows oder macOS arbeiten und den Aufwand mit Hardware-Dummy-Plugs vermeiden möchten, bietet eine NoMachine-Alternative wie AnyViewer einen optimierteren, softwarebasierten Ansatz zur Erweiterung Ihres Remote-Arbeitsbereichs.

FAQs

Q1: Warum ist die Auflösung meiner NoMachine-Sitzung auf meinem headless Windows-PC so niedrig?
 
Dies geschieht, weil Windows den GPU-Treiber deaktiviert, wenn kein Monitor erkannt wird. Um dies zu beheben, müssen Sie entweder einen HDMI-Dummy-Plug verwenden oder auf ein Remote-Tool umsteigen, das software-emulierte virtuelle Displays unterstützt.
Q2: Kann die NoMachine Free Edition mehrere virtuelle Displays erstellen?
 
Nein. Die Free Edition ist auf eine Verbindung beschränkt und kann unter Linux nur ein virtuelles Display erstellen, wenn kein physischer X-Server gefunden wird. Für mehrere gleichzeitige virtuelle Sitzungen benötigen Sie die Terminal Server Edition.
Q3: Ist ein virtueller Bildschirm dasselbe wie ein virtueller Desktop?
 
Nicht genau. Ein virtueller Desktop (wie bei NoMachine unter Linux) ist eine vollständig separate Anmeldesitzung. Ein virtueller Bildschirm (wie bei AnyViewer) ist eine Erweiterung Ihrer aktuellen Sitzung, die Ihnen mehr "Monitorfläche" bietet, um Fenster dorthin zu verschieben.
Q4: Unterstützt NoMachine 4K-Auflösung auf virtuellen Displays?
 
Ja, vorausgesetzt, das zugrundeliegende "Display" (ob ein virtueller X-Server unter Linux oder ein Dummy-Plug unter Windows) unterstützt dies.